Meine mehrtägiges Fahrradtouren

Hier findest du eine Übersicht meiner Fahrradrouten.

Ein farbiger Punkt bedeutet, dass zu dieser Tour ein GPX-Track in der Karte vorhanden ist. Ein Klick auf einen Eintrag springt direkt zur passenden Beschreibung und zoomt - falls vorhanden - auf den Track.

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1979 • Fahrradtour Bretagne - Von La Rochelle bis Brest

Im Jahr 1979 unternahmen wir eine dreiwöchige Fahrrad-Mehrtagestour entlang der französischen Atlantikküste von La Rochelle bis Brest - immer möglichst nah an der Küste. Da es damals kaum Radwege gab, waren wir oft auf Straßen unterwegs. Das machte die Tour teilweise anstrengend, aber die Landschaft und die Nähe zum Meer entschädigten dafür.

Das Wetter war eher durchwachsen: Sonne, Wind und Regen wechselten sich ab. Übernachtet haben wir meist auf Campingplätzen, gelegentlich aber auch wild, wenn es sich anbot.

Die An- und Abreise erfolgte mit dem Zug aus Deutschland, teilweise im Schlafwagen, bis nach La Rochelle und von Brest wieder zurück. Unsere Fahrräder konnten wir jeweils etwa drei Tage vor der Zugabfahrt am Bahngepäckschalter abgeben und am Zielbahnhof wieder abholen - in Deutschland dann einige Tage nach der Rückkehr.

Rückblickend war es eine schöne, teils anstrengende, aber unvergessliche dreiwöchige Reise voller Eindrücke, Freiheit und Abenteuer auf zwei Rädern.

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1989 • Mit dem Fahrrad durch Südwest-Irland

Im Jahr 1989 unternahmen wir - ich und meine drei Paddelfreunde - eine vierwöchige Fahrradtour durch den Südwesten Irlands. Nach vielen gemeinsamen Paddelabenteuern wollten wir zur Abwechslung einmal eine Reise auf zwei Rädern erleben.

Die An- und Abreise erfolgte wie schon früher mit dem Zug aus Deutschland, im Schlafwagen, bis nach Le Havre in Frankreich und später wieder zurück. Unsere Fahrräder konnten wir etwa drei Tage vor der Abfahrt am Bahngepäckschalter abgeben und am Zielbahnhof wieder abholen - in Deutschland dann einige Tage nach unserer Rückkehr. Wenige Jahre später wurde dieser praktische Service leider eingestellt.

Von Le Havre setzten wir mit der Fähre nach Rosslare über. Von dort fuhren wir ein kurzes Stück mit dem Fahrrad nach Waterford und stiegen anschließend in den Zug nach Cork. Überraschenderweise wurde dieser Zug damals noch von einer Dampflokomotive gezogen - ein unvergessliches Erlebnis.

Ab Cork erkundeten wir die südwestlichen Halbinseln Irlands: Beara, Iveragh und Dingle, immer möglichst nah an der Küste entlang. Auch der berühmte Ring of Kerry und der wunderschöne Killarney-Nationalpark gehörten zu unserer Route. Ein besonderes Highlight war die anspruchsvolle Fahrt über den Conor Pass auf der Dingle-Halbinsel. Übernachtet haben wir meist in Bed-&-Breakfast-Unterkünften, gelegentlich auch im Zelt.

In Dingle selbst erlebten wir den sogenannten Tradfest, bei dem in fast jedem Pub traditionelle irische Musik gespielt wird - ein kultureller Höhepunkt der Reise.

Das Wetter war nahezu traumhaft: vier Wochen lang Sonne, nur an drei Tagen Regen. Diese Reise gehört zu den eindrucksvollsten und schönsten Urlauben, an die ich mich bis heute erinnere.

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2005 • Durch den Odenwald - Erste Fahrradmehrtagestour mit meinen Töchtern

Diese Tour war unsere erste gemeinsame Fahrrad-Mehrtagestour - ein besonderes Erlebnis für mich und meine Töchter. Ausgangspunkt war Stuttgart, von wo aus wir mit dem Zug bis Neckarelz fuhren. Dort begann unsere Route durch den Odenwald.

Von Neckarelz radelten wir über Mosbach weiter auf der sogenannten Wanderbahn, einem stillgelegten Schmalspurbahn, der heute als Radweg genutzt wird, bis nach Mudau. Unterwegs übernachteten wir in Limbach in einer Pension.

Ab Mudau führte unser Weg nach Westen, immer oben entlang des Bergkamms, bis nach Würzberg. Von dort ging es weiter südwestlich nach Bülau zum Campingplatz, wo wir unser Lager aufschlugen.

Einen wohlverdienten "Ruhetag" verbrachten wir mit einem Ausflug zum Kletterwald Würzberg (heute nicht mehr existent) sowie zum Englischen Garten - Wildtierpark Eulbach. Für die Kinder war das ein echtes Highlight.

Am folgenden Tag mussten wir die Tour aufgrund einer aufkommenden Krankheit leider abbrechen. Unsere Rückfahrt führte uns über Schöllenbach und weiter über Eberbach zurück nach Neckarelz, wo wir wieder in den Zug nach Stuttgart stiegen.

Trotz des vorzeitigen Endes bleibt diese Tour eine schöne Erinnerung - die erste gemeinsame Radreise mit meinen Töchtern, voller kleiner Abenteuer und gemeinsamer Erlebnisse.

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2006 • Mehrtagestour Kocher- und Jagsttal

Im Jahr 2006 unternahm ich mit meinen Töchtern eine mehrtägige Fahrradtour durch das Kocher- und Jagsttal. Ausgangspunkt war Stuttgart, von wo aus wir mit dem Zug bis Schwäbisch Hall - Hessental fuhren. Dort startete unsere Route entlang des Kochers.

Von Hessental ging es über Schwäbisch Hall weiter flussabwärts durch das idyllische Kochertal bis nach Künzelsau, wo wir in einem Gasthaus übernachteten.

Am nächsten Tag radelten wir weiter bis Sindringen und überquerten dort den Berg hinüber ins Jagsttal. Unsere Strecke führte uns über Jagsthausen weiter nach Widdern, wo wir bei Verwandten übernachteten.

Am darauffolgenden Tag setzten wir die Tour fort bis Möckmühl und stiegen dort in den Zug zurück nach Stuttgart. Das Wetter war hervorragend, die Stimmung bestens, und die Tour bot eine einzigartige Mischung aus naturbelassenen Flusspfaden und historischer Kulturlandschaft.

Diese Reise bleibt als harmonische und entspannte Vater-Töchter-Radtour in Erinnerung - mit viel Natur, guter Laune und schönen gemeinsamen Momenten.

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2006 • Tour auf der Schwäbischen Alb

Im Jahr 2006 unternahm ich mit meinen Töchtern eine etwas sportlichere Mehrtagestour über die Schwäbische Alb. Die Anreise erfolgte mit dem Zug von Stuttgart über Ulm nach Munderkingen, wo wir unsere Fahrräder startklar machten.

Von Munderkingen radelten wir durch das wunderschöne Große-Lauter-Tal hinauf bis zur Burg Derneck, wo wir die erste Nacht verbrachten. Die Mischung aus Flusstal, Felsen und Albhochfläche machte diesen Abschnitt besonders abwechslungsreich.

Am nächsten Tag führte unsere Route weiter über das Landesgestüt Marbach und zur Nebelhöhle. Anschließend ging es hinauf zum Wanderheim Roßberg. Die letzten Meter waren sehr steil und fordernd, aber der Ausblick und die Atmosphäre oben machten die Mühe wett. Dort übernachteten wir ein zweites Mal.

Am folgenden Tag fuhren wir von der Alb hinunter ins Ammertal und weiter bis Herrenberg, wo wir in den Zug zurück nach Stuttgart stiegen. Das Wetter war durchweg hervorragend - bis auf eine Gewitternacht auf dem Roßberg, die meinen Töchtern etwas unheimlich vorkam.

Insgesamt war es eine sportliche, landschaftlich beeindruckende und sehr schöne Tour, die uns allen in guter Erinnerung geblieben ist.

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2009 • Radfernweg entlang der Romantischen Straße

Diese Tour führte uns entlang des Radfernwegs Romantische Straße - eine landschaftlich und kulturell besonders reizvolle Strecke. Die Anreise erfolgte per Zug von Stuttgart nach Crailsheim, wo wir unsere Fahrräder startklar machten.

Von Crailsheim radelten wir zunächst nach Dinkelsbühl, einer der schönsten mittelalterlichen Städte Deutschlands. Weiter ging es nach Nördlingen mit seinem beeindruckenden Rieskrater und der vollständig erhaltenen Stadtmauer. Anschließend folgte die Etappe nach Harburg mit seiner markanten Burganlage, bevor wir schließlich Donauwörth erreichten. Dort stiegen wir in den Zug zurück nach Stuttgart.

Übernachtet haben wir in Gasthäusern in Dinkelsbühl, Nördlingen und Harburg. Besonders war diese Tour auch deshalb, weil es die erste Fahrt mit unserem Islandhund Aki war, der in einem leicht umgebauten Fahrrad-Kinderanhänger mitfuhr.

Unterwegs kam es zu einem kritischen Moment: Ein Auto schnitt eine Kurve und kam uns auf der rechten Seite gefährlich nahe. Beim Ausweichen kippte der Fahrradanhänger um. Dank des Panikverschluss-Gurts blieb Aki unverletzt, rannte jedoch zunächst davon. Wir konnten ihn glücklicherweise wieder einfangen. Das Auto fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit einfach weiter.

Abgesehen von diesem Vorfall war die Tour sehr schön, bot viele Sehenswürdigkeiten und eindrucksvolle Landschaften. Das Wetter war hervorragend und machte die Reise zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

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2010 • Bahntrassenradeln in der Vulkanregion Vogelsberg - Hessen

Diese Tour führte uns auf ehemaligen Bahntrassen durch die Vulkanregion Vogelsberg in Hessen. Die Anreise erfolgte per ICE von Stuttgart über Frankfurt nach Hanau. Dort starteten wir mit unseren Fahrrädern.

Von Hanau radelten wir über Altenstadt und folgten anschließend dem Bahnradweg über Ortenberg, Gedern, Herbstein und Lauterbach in Richtung Fulda. Ursprünglich wollten wir weiter bis Bad Hersfeld fahren, doch ab Lauterbach setzte Regen ein und die Wettervorhersage kündigte mehrere Regentage an. Daher entschieden wir uns, direkt nach Fulda zu fahren und von dort mit dem ICE zurück nach Hause.

Wir waren gut eine Woche unterwegs und übernachteten meist in Ferienwohnungen, Pensionen oder Gasthäusern. Die Strecke war landschaftlich sehr schön und dank der ehemaligen Bahntrassen angenehm zu fahren - ohne starke Steigungen.

Besonders war diese Tour auch wegen meines Fahrrads: Es war zuvor auf Pedelec umgebaut worden, mit einem damaligen Frontmotor und NiMH-Akkus. Die Entscheidung dafür fiel aufgrund meiner Kniearthrose und erwies sich als sehr hilfreich.

Kritische Situationen gab es auf dieser Reise keine. Die Landschaft, die ruhigen Wege und die entspannte Atmosphäre machten die Tour - auch mit Hund - zu einem sehr schönen Erlebnis.

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2010 • Von Ulm nach Aalen - Zweitagestour

Diese spontane Zweitagestour führte uns von Ulm nach Aalen. Die Anreise erfolgte wie so oft mit dem Zug von Stuttgart nach Ulm, wo wir unsere Fahrräder startklar machten und losfuhren.

Von Ulm radelten wir über Langenau weiter ins Lonetal, vorbei an der UNESCO-Welterbestätte mit ihren bedeutenden Fundstellen der Eiszeitkunst. Die Strecke führte uns durch eine ruhige, naturreiche Landschaft bis nach Gingen, wo wir in einer Pension übernachteten.

Am nächsten Tag setzten wir die Tour durch das wunderschöne Eselsburger Tal fort. Von dort ging es weiter entlang der Brenz über Heidenheim bis nach Aalen. Dort stiegen wir in den Zug zurück nach Stuttgart.

Das Wetter war hervorragend, die Landschaft abwechslungsreich und voller sehenswerter Orte. Insgesamt war es eine kurze, aber sehr schöne Tour mit vielen Eindrücken und interessanten Naturerlebnissen.

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2011 • Fortsetzung Bahntrassenradeln in Hessen

Nach unserer ersten Bahntrassenradtour im Vogelsberg wollten wir im folgenden Jahr die fehlende Route fortsetzen. Dieses Mal reisten wir ausnahmsweise mit dem Auto bis Geisa. Vor dem Start legten wir einen kurzen Halt an der Gedenkstätte Point Alpha ein - ein geschichtsträchtiger Ort an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Von Geisa aus fuhren wir mit dem Fahrrad Richtung Vacha, folgten kurz der Werra und radelten anschließend weiter nach Schenklengsfeld. Dort kamen wir bereits in der Dunkelheit an und übernachteten. In Schenklengsfeld steht eine der vermutlich ältesten Linden Deutschlands - ein beeindruckendes Naturdenkmal.

Am nächsten Tag ging es auf dem Bahntrassenradweg hinab nach Bad Hersfeld. Kurz vor der Stadt brach an meinem Fahrrad ein Zahnrad am Pedal. Glücklicherweise fanden wir in Bad Hersfeld einen Fahrradladen, der die Reparatur noch am selben Tag durchführen konnte. So blieb genug Zeit, die Altstadt und die Stiftsruine zu besichtigen und gemütlich essen zu gehen.

Danach setzten wir die Tour entlang der Fulda fort und erreichten den Ort Schlitz, wo wir zwei Tage in einer Ferienwohnung blieben. Anschließend fuhren wir weiter nach Fulda und folgten dem Milseburg-Radweg auf der alten Rhönbahntrasse bis nach Hilders. Unterwegs übernachteten wir in einem Gasthaus. Ein besonderes Highlight war der 1,2 km lange Milseburgtunnel, der eindrucksvoll durch den Berg führt.

Von Hilders radelten wir schließlich zurück nach Geisa, wo unser Auto stand. Danach ging es zurück nach Stuttgart. Die Tour war abwechslungsreich, landschaftlich wunderschön und bot viele ruhige, entspannte Kilometer auf ehemaligen Bahntrassen.

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2012 • Am und über den Hunsrück - und entlang der Mosel

Für diese Tour hatte ich einen neuen, selbst gebauten Hundeanhänger dabei - größer und bequemer als handelsübliche Modelle, damit unser Hund ausreichend Platz zum Liegen hatte.

Die Anreise erfolgte per ICE nach Mainz und weiter mit dem Regionalzug nach Bad Kreuznach. Von dort starteten wir mit dem Fahrrad entlang der Nahe, über Bad Sobernheim bis zum Campingplatz bei Monzingen.

Am Abend gingen wir auf die andere Seite der Bahnstrecke essen. Auf dem Rückweg schloss sich der beschrankte Bahnübergang - und blieb über zwei Stunden geschlossen. Zwei Züge kamen, dann lange keiner mehr. Autos bildeten eine Schlange, manche umfuhren die Schranke. Da der nächste sichere Übergang fünf Kilometer entfernt gewesen wäre, entschieden wir uns schließlich, nach zwei Stunden Wartezeit, die geschlossene Schranke vorsichtig zu umgehen. Zuvor prüfte ich über mein Handy im Internet die Abfahrtszeiten, um ein sicheres Zeitfenster zu erwischen. Wochen später erfuhr ich, dass wenige Tage nach unserer Tour an genau dieser Stelle ein Zug mit einem Auto kollidierte und mehrere junge Menschen starben. Laut Gutachten soll die Schranke funktioniert haben.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis zum Bostalsee und übernachteten unterwegs in einem Gasthaus. Am Bostalsee blieben wir zwei Nächte auf dem Campingplatz. Danach ging es über Hermeskeil zum Campingplatz in Reinsfeld.

Am folgenden Tag folgten wir einem Bahntrassenradweg hinab zur Ruwer an der Mosel. Die Abfahrt war ein Highlight: rund 20 Kilometer mit leichtem Gefälle, von etwa 600 m auf 200 m - eine entspannte Fahrt durch wunderschöne Landschaft. Anschließend erreichten wir Trier und blieben dort zwei Nächte auf dem Campingplatz.

Weiter ging es moselabwärts, über einen Campingplatz und durch Traben-Trarbach bis nach Zell. Kurz vor Zell kam es zu einem Sturz: Die Kupplung des Hundeanhängers hatte sich nach einer Pause nicht richtig eingerastet. Durch das Sicherungsseil geriet die Kupplung in die Hinterradspeichen, was zu einem abrupten Stopp führte. Ich überschlug mich über den Lenker, konnte aber abrollen und blieb bis auf ein paar Schrammen unverletzt. Auch dem Hund passierte nichts - er war angeschnallt, und ein Schlafsack war im Anhänger befestigt.

In Zell entschieden wir, die Tour abzubrechen. Wir fuhren mit dem Zug über Konstanz zurück nach Stuttgart. Trotz der Zwischenfälle war es eine sehr schöne Reise: tolle Landschaften, freundliche Begegnungen unterwegs, auf Campingplätzen und am Lagerfeuer - und wieder einmal perfektes Wetter.

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2013 • obere Neckar - Unterwegs trotz schwieriger Vorgeschichte

Diese Fahrradtour stand zunächst auf der Kippe: Unser Hund Aki war wenige Wochen zuvor von einem Bernhardiner am Hals schwer gebissen worden. Obwohl der Bernhardiner angeleint war, konnte die Besitzerin ihn nicht halten. Aki musste mehrere Tage in der Tierklinik bleiben. Kurz vor der geplanten Tour fragten wir den Tierarzt, ob wir Aki mitnehmen könnten - da ich seine wichtigste Bezugsperson bin. Er gab grünes Licht.

So starteten wir direkt von zuhause aus und fuhren durch den Naturpark Schönbuch. Die erste Nacht verbrachten wir in einer Schutzhütte. Am nächsten Tag ging es weiter über Tübingen und Rottenburg nach Horb, wo wir auf einem Campingplatz übernachteten - immer entlang des Neckars.

Von Horb aus radelten wir weiter Richtung Rottweil. Einige Kilometer vor der Stadt fragten wir auf einem Hof, ob wir auf der Wiese übernachten dürften. Wir bekamen die Erlaubnis und konnten dort sogar Lebensmittel kaufen. Die Atmosphäre war freundlich und angenehm.

Am nächsten Tag erreichten wir Rottweil und verließen dort das Neckartal in Richtung Spaichingen. In Spaichingen kauften wir bei einem Metzger eine günstige vegetarische Reispfanne - und Aki bekam eine dicke Wurst geschenkt. Wir machten Mittagspause auf dem Friedhof, da es dort Sitzbänke und eine Toilette gab.

Nach der Pause bemerkten wir, dass Aki sich anders verhielt. Vorsichtshalber gingen wir zu einer Tierarztpraxis in Spaichingen. Der Tierarzt stellte fest, dass die ursprüngliche Bisswunde entzündet war und entdeckte weitere Verletzungen, die in der Tierklinik offenbar übersehen worden waren. Aki musste am nächsten Tag notoperiert werden. Die Überlebenschance war gut, aber nicht völlig sicher. Glücklicherweise verlief die Operation erfolgreich.

Wir beschlossen, einige Tage in Spaichingen zu bleiben. Der Tierarzt war sehr hilfsbereit und organisierte für uns eine Unterkunft. Wir blieben so lange, bis Aki wieder "reisetauglich" war - entschieden uns dann aber, die Tour abzubrechen und mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Ursprünglich wollten wir über Tuttlingen der Donau entlang bis nach Ulm fahren und dort den Zug zurück nehmen. Auch wenn die Tour anders verlief als geplant, bleibt sie als intensive, bewegende und dennoch schöne Reise in Erinnerung.

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2014 • Bayern - Alleine gestartet, später zu zweit bis Nürnberg

Diese Tour begann ungewöhnlich: Ich fuhr die erste Woche alleine mit unserem Hund Aki. Danach wollte meine Tochter Alissa dazustoßen und mich in Kelheim treffen.

Zunächst fuhr ich mit dem Zug bis zum vorletzten Halt vor Aalen. Von dort ging es mit dem Fahrrad am Aalen vorbei den Berg hinauf. Da ich mich zeitlich verschätzt hatte, biwakierte ich dort "wild" für eine Nacht. Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Nördlingen und übernachtete auf einer Wiese am Wohnwagenstellplatz - mit Sanitäranlage und der Möglichkeit, meinen Fahrradakku zu laden.

Am folgenden Tag erreichte ich das Altmühltal und übernachtete auf einem Campingplatz. Danach ging es weiter durch das wunderschöne Tal bis zum nächsten Campingplatz. Am Abend wollte ich schließlich in Kelheim meine Tochter treffen, die mit dem Zug nachreisen sollte.

Unterwegs bekam ich jedoch eine Reifenpanne: Ein Riss am Ventil - nicht flickbar. Leider hatte ich meinen Ersatzschlauch zuhause vergessen, und es war Sonntag. Also schob ich das Fahrrad bis ins nächste Dorf und machte erst einmal Mittagspause im Biergarten. Dort bemerkte ein vorbeikommender Radfahrer mein Problem und schenkte mir spontan seinen Ersatzschlauch. Eine großartige Geste. Außerhalb des Dorfes reparierte ich das Fahrrad, hatte aber viel Zeit verloren und musste etwa zehn Kilometer vor Kelheim auf einem Campingplatz übernachten.

Meine Tochter kam wie geplant in Kelheim an. Über Handy fanden wir für sie eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe: eine Scheune mit Heu-Schlafplätzen, Wasch- und Duschmöglichkeiten sowie Toilette. Am nächsten Morgen holte ich sie dort ab, und wir fuhren gemeinsam weiter.

Unsere Route führte uns bis Regensburg, wo wir wegen großer Hitze (offiziell 36 °C) einen Pausentag einlegten. Danach fuhren wir weiter Richtung Kallmünz entlang der Naab. Nach weniger als 20 Kilometern waren wir jedoch so erschöpft, dass wir spontan auf einem Campingplatz übernachteten.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Amberg. Eigentlich wollten wir wieder auf einem Campingplatz übernachten, entdeckten unterwegs jedoch ein Schild zum Gefängnishotel Amberg. Wir entschieden uns spontan dafür - eine ungewöhnliche, aber sehr interessante Erfahrung.

Am darauffolgenden Tag radelten wir Richtung Nürnberg bis zum Campingplatz am alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Am nächsten Tag folgten wir dem Kanal weiter: vorbei an Schleusen, Schleusenwärterhäuschen, kleinen Brücken und Alleen, entlang einer von Wasserpflanzen bewachsenen Fahrrinne - eine ruhige, fast meditative Strecke. Schließlich erreichten wir den Campingplatz in Nürnberg.

Ursprünglich wollten wir weiterfahren über Rothenburg ob der Tauber nach Crailsheim. Wegen eines gesundheitlichen Verdachts entschieden wir uns jedoch vorsorglich, die Tour abzubrechen und mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Trotz aller unerwarteten Wendungen bleibt diese Reise als abwechslungsreiche, warme und besondere Tour in Erinnerung - mit vielen Begegnungen, kleinen Abenteuern und schönen Momenten.

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2015 • Durch die Oberpfalz und bis nach Nürnberg

Da uns die Tour im Jahr 2014 so gut gefallen hatte, wollten wir erneut in Bayern unterwegs sein - diesmal vor allem in der Oberpfalz. Die Anreise erfolgte mit dem Zug über Nürnberg nach Schwandorf. Von dort fuhren wir eine kurze Strecke mit dem Fahrrad bis zum Murner See, wo wir auf dem Campingplatz übernachteten.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Schwarzach bei Nabburg. Ab dort folgten wir fast ausschließlich dem Bahntrassenradweg über Oberviechtach bis nach Gaisthal, wo wir erneut auf einem Campingplatz übernachteten. Am folgenden Tag setzten wir die Fahrt auf dem Bahntrassenradweg bis Schönsee fort - dort endet der Radweg.

Weiter ging es Richtung Tschechien. Wir überquerten die Grenze und fuhren durch ein Naturschutzgebiet mit Biberdämmen. Ein besonderes Erlebnis war ein großer Seeadler, der direkt vor uns aufflog - ein beeindruckender Moment. Nach einigen Kilometern auf tschechischer Seite wechselten wir wieder zurück nach Deutschland und übernachteten in der Nähe von Waidhaus auf einem Campingplatz.

Am nächsten Tag folgten wir erneut einem Bahntrassenradweg, dem Bockl-Radweg, bis nach Neustadt an der Waldnaab. Dort übernachteten wir wieder auf einem Campingplatz. In der Region hörten wir häufig tief fliegende Düsenjets sowie entfernte Explosionsgeräusche - bedingt durch den nahegelegenen Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

Weiter ging es am nächsten Tag bis Vilseck, wo wir in einer Pension übernachteten. Kurz vor Vilseck hatte ich eine Reifenpanne, die ich jedoch reparieren konnte. Am folgenden Morgen wollten wir weiterfahren, wurden jedoch durch eine Fronleichnamsprozession aufgehalten - ganze Straßenzüge waren gesperrt. Erst gegen Mittag konnten wir weiter.

Wir fuhren durch die schöne Landschaft bis zum Campingplatz bei Hohenstadt an der Pegnitz. Am nächsten Tag folgten wir dem Pegnitztal weiter bis Nürnberg und fuhren von dort mit dem Zug zurück nach Hause.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche und landschaftlich sehr schöne Tour - mit ruhigen Bahntrassen, Naturerlebnissen, freundlichen Begegnungen und vielen entspannten Kilometern.

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2015 • Ohne Hund durch Nordschwarzwald, Rheintal und Strohgäu

Diese Fahrradtour war zur Abwechslung einmal ohne Hund und ohne Hundeanhänger. Die Anreise erfolgte mit dem Zug bis Dornstetten bei Freudenstadt. Von dort starteten wir mit dem Fahrrad Richtung Murgtal.

Unterwegs kamen wir an einem Barfußpark vorbei, den wir spontan mitmachten. Sogar eine ältere Frau mit Rollator versuchte tapfer, den Parcours zu bewältigen - ein sympathischer Moment. Anschließend fuhren wir weiter in das romantische Murgtal mit dem wilden Fluss Murg, vorbei am Unimog-Museum, immer dem Tal folgend bis ins Rheintal. Dort übernachteten wir in einem Gasthaus.

Am nächsten Tag ging es am Rhein entlang weiter bis Bruchsal. Unterwegs mussten wir mehrfach unsere Fahrräder samt Gepäck über Treppen hinauf- und auf der anderen Seite wieder hinuntertragen - und das auf einem offiziell ausgeschilderten Rheinradweg. Eine alternative Umgehung war zwar vorhanden, hätte aber fünf Kilometer Umweg bedeutet. Mit Hundeanhänger wäre diese Umgehung zwingend gewesen. In Bruchsal besuchten wir das Schloss.

Weiter ging es Richtung Bretten, wo wir in der Nähe in einem Gasthaus übernachteten. Am nächsten Tag radelten wir am Kloster Maulbronn vorbei bis Mühlacker. Unterwegs machten wir erneut Halt an einem Barfußpark.

Danach folgten wir dem Enztal weiter flussabwärts. Hinter Vaihingen verließen wir das Tal und fuhren über Ditzingen hinauf zum Schloss Solitude. Von dort ging es über Stuttgart-Vaihingen direkt nach Hause.

Auch diese Mehrtagestour war sehr schön: abwechslungsreiche Landschaften, kleine Erlebnisse am Wegesrand und - wie so oft - bestes Wetter.

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2016 • Schwarzwaldpanoramaweg, obere Donau bis Ulm

Vor dieser Tour hatte ich meinen Hundeanhänger überarbeitet und mit einer neuen Doppeldeichsel in U-Form ausgestattet. Dadurch wurde das Schwingungsverhalten reduziert, und in kritischen Situationen - etwa in Kurven - hatte das Hinterrad spürbar mehr Bodenhaftung. Die alte Deichsel war ohnehin nicht mehr zuverlässig, sodass der Umbau genau zur richtigen Zeit kam.

Diese Reise unternahm ich alleine mit meinem Hund Aki. Die Anfahrt erfolgte mit dem Zug nach Freudenstadt. Von dort folgte ich mit dem Fahrrad dem anspruchsvollen, aber wunderschönen Schwarzwaldpanoramaweg bis nach Donaueschingen. Unterwegs übernachtete ich einmal in einer Schutzhütte, einmal im Biwak und in der Nähe von Donaueschingen.

Ab Donaueschingen ging es weiter entlang des oberen Donautals, durch den landschaftlich beeindruckenden Donaudurchbruch der Schwäbischen Alb, bis nach Hausen, wo ich auf dem Campingplatz übernachtete. Am Abend erschütterten plötzlich laute Motorengeräusche den Boden: Eine Panzerkolonne fuhr direkt am Campingplatz vorbei - in der Region fanden Militärübungen statt. Die Nacht blieb zum Glück ruhig.

Am nächsten Tag setzte ich die Tour Richtung Sigmaringen fort. Wegen der laufenden Militärübungen musste ich stellenweise Umwege fahren. In Sigmaringen übernachtete ich erneut auf einem Campingplatz und fuhr in den darauffolgenden Tagen weiter über Blaubeuren bis nach Ulm. Auch diese Übernachtungen fanden auf Campingplätzen statt.

In Ulm stieg ich schließlich in den Zug zurück nach Hause. Trotz einiger unerwarteter Momente war es eine eindrucksvolle Tour - mit viel Natur, abwechslungsreichen Wegen und einem zuverlässig laufenden Hundeanhänger, der sich auf dieser Reise bestens bewährt hat.

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2016 • Vom Ammertal Richtung Schwäbische Alb und weiter über die Hochfläche

Diese Fahrradtour unternahm ich alleine mit meinem Hund Aki. Die Anreise erfolgte mit dem Zug bis Herrenberg. Von dort fuhren wir das Ammertal hinunter bis Pfäffingen, wo wir das Tal verließen und Richtung Rottenburg am Neckar weiterfuhren.

Bei Bad Niedernau ging es das Katzenbachtal hinauf bis Dettingen und weiter über Bodelshausen zum Römischen Freilichtmuseum Hechingen-Stein. In der Ortschaft Stein übernachteten wir in einer Gaststätte.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Burladingen. Kurz davor zweigten wir ab und erklommen die Schwäbische Alb hinauf nach Ringingen. Oben auf der Alb ging es durch mehrere Ortschaften weiter bis Gomadingen, wo wir im Nachbarort in einem Hotel übernachteten.

Am folgenden Tag führte unsere Route über Münsingen und weiter über den ehemaligen Militärübungsplatz - heute das Biosphärenkerngebiet Schwäbische Alb. Durch mehrere Dörfer erreichten wir schließlich den Hohen Neuffen.

Von dort ging es die Alb hinunter nach Owen und weiter nach Kirchheim unter Teck. Dort stiegen wir in die S-Bahn und fuhren zurück nach Hause.

Eine abwechslungsreiche Tour mit viel Natur, ruhigen Wegen und schönen Ausblicken - und wie so oft bestem Wetter.

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2018 • Von Würzburg über Gaubahn-Radweg, Taubertal und Hohenlohe

Ein kurzer Rückblick: Im Jahr 2017 wollten meine Tochter und ich eine Fahrradtour in Frankreich unternehmen. Doch nur wenige hundert Meter von zuhause entfernt kam es zu einem Sturz – der Anhänger war ungünstig beladen, geriet nach einem Schlagloch ins Schlingern und brachte das Fahrrad zu Fall. Das Rad war verbogen und nicht mehr zu gebrauchen, ich selbst leicht verletzt. Die Tour mussten wir abbrechen.

In diesem Jahr starteten wir mit neuer Ausrüstung: einem E-Bike (Pedelec) und einem überarbeiteten Hundeanhänger mit gefedertem Fahrgestell, Dämpfern und Scheibenbremse, die ich vom Fahrrad aus mitbetätigen konnte. Gemeinsam – meine Tochter, unser Hund und ich – fuhren wir mit dem Zug nach Würzburg.

Von Würzburg radelten wir das Maintal hinauf bis Ochsenfurt. Dort wechselten wir auf den Bahntrassenradweg Gaubahn-Radweg in Richtung Taubertal. In der Ortschaft Aub übernachteten wir in einer Gaststätte.

Am nächsten Tag folgten wir weiter dem Bahntrassenradweg hinunter ins Taubertal. Dort ging es über Creglingen bis nach Rothenburg ob der Tauber. In Gebsattel übernachteten wir in einer Pension.

Am folgenden Tag führte unsere Route weiter Richtung Kirchberg an der Jagst, wo wir erneut in einem Hotel übernachteten. Danach ging es weiter ins Kochertal bis nach Schwäbisch Hall.

Von dort nahmen wir den Zug zurück nach Stuttgart. Es war eine angenehme, entspannte Tour – ohne Stress, mit vielen schönen Ortschaften, ruhigen Wegen und herrlichen Landschaften. Und wie so oft begleitete uns bestes Wetter.

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2018 • Herbsttour durch Odenwald und Maintal

Diese Fahrradtour unternahm ich im Herbst 2018 – ein verlängertes Wochenende Anfang November – alleine mit meinem Hund Aki. Die Anreise erfolgte mit dem Zug nach Mosbach, dessen historische Altstadt einen schönen Auftakt bildete.

Von Mosbach aus folgten wir dem Bahntrassenradweg "Wanderbahn" bis nach Mudau. Anschließend ging es weiter über das barocke Städtchen Amorbach hinunter ins Maintal. Flussaufwärts erreichten wir das schöne Altstadt Miltenberg, wo wir in einem Hotel übernachteten.

Am nächsten Tag setzten wir die Fahrt durch das schöne Maintal fort, weiterhin flussaufwärts, bis Marktheidenfeld. Auch dort übernachteten wir in einem Hotel. Am darauffolgenden Tag verließen wir das Maintal und fuhren Richtung Osten, bevor wir kurz vor Würzburg wieder ins Tal hinunterrollten.

In Würzburg stiegen wir in den Zug zurück nach Hause. Es war eine ruhige, angenehme Tour – mit typischem Herbstwetter: morgens Nebel, frische Luft, aber mit der richtigen Kleidung bestens zu genießen. Und wie so oft hatten wir insgesamt sehr schönes Wetter.

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2019 • 10 Tage durch Thüringen (Werratal, Thüringer Becken, Unstrut, Saale)

Diese Tour unternahm ich alleine mit unserem Hund Aki. Mit dem Zug fuhr ich bis in die Nähe von Meiningen und startete dort meine Fahrt flussabwärts entlang der Werra bis Wernshausen, wo ich in einer Ferienwohnung übernachtete.

Am nächsten Tag ging es mir schlecht – leichtes Fieber – und zusätzlich stieß ich mir den Zeh am Bett. Er verfärbte sich sofort blau. Zum Glück hatte ich ein Erste-Hilfe-Set dabei und verband den verletzten Zeh mit einem Klettverband an den gesunden Nachbarzeh. Wochen später bestätigte mein Arzt, dass der Zeh tatsächlich gebrochen war, aber dank der richtigen Verbandtechnik gut zusammengewachsen ist.

Am zweiten Tag fühlte ich mich wieder besser und entschied, weiterzufahren. So ging es erneut Werraabwärts über Bad Salzungen und Philippsthal bis zu einem See bei Harnrode, wo ich biwakierte. Aki hatte dort große Freude am Wasser.

Am nächsten Morgen fuhr ich früh und ohne Frühstück weiter bis Heringen, wo ich in einer Bäckerei reichhaltig frühstückte. Kurz danach führte mich eine irreführende Beschilderung in eine Sackgasse, sodass ich nach Heringen zurück musste. Danach folgte ich der Straße flussabwärts bis Berka/Werra und wechselte dort wieder auf den Radweg. Die Route führte weiter über Gerstungen, Creuzburg und Frankenroda bis zum Landgasthof Probstei Zella, wo ich übernachtete.

Am nächsten Tag ging es mir erneut nicht gut, sodass ich einen Ruhetag einlegte. Danach fühlte ich mich wieder fit und fuhr weiter nach Treffurt. Dort verließ ich das Werratal und wechselte auf den Unstrut-Werra-Radweg, der teilweise auf einer alten Bahntrasse verläuft. Ich überquerte den Kamm des Hainich. Ab dem ehemaligen Bahnhof Heyerode ging es rund acht Kilometer bergab bis Langula.

Weiter führte die Strecke über Mühlhausen bis zu einer Pension in der Nähe. Am nächsten Tag ging es über Bad Langensalza, Gebesee und Sömmerda bis Kölleda, wo ich in einem Gasthaus übernachtete.

Am folgenden Tag fuhr ich auf dem schönen Bahntrassenweg Finnebahn-Radweg hinauf bis Lossa und anschließend hinunter nach Memleben. Von dort folgte ich der Unstrut flussabwärts, vorbei an der Fundstelle der Himmelsscheibe von Nebra, bis in die Ortschaft Nebra, wo ich in einem Hotel übernachtete.

Am nächsten Tag ging es weiter unstrutabwärts, an Naumburg vorbei, und anschließend das Saaletal hinauf bis Jena. Dort übernachtete ich erneut in einem Hotel.

Am folgenden Tag fuhr ich weiter die Saale hinauf bis Saalfeld. Dort biwakierte ich auf einer Parkbank. Am nächsten Morgen stand ich um fünf Uhr auf und fuhr zum Bahnhof, von wo aus ich mit dem Zug nach Hause zurückkehrte.

Insgesamt war ich 10 Tage unterwegs und legte rund 450 km zurück. Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour mit vielen Begegnungen, beeindruckenden Landschaften und – wie so oft – durchgehend bestem Wetter.

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2019 • Durch das Maintal bis ins Taubertal

Diese Tour unternahm ich gemeinsam mit meiner Tochter und unserem Hund. Wir fuhren mit dem Zug nach Bamberg und starteten dort mit dem Fahrrad durch die wunderschöne Altstadt, bevor wir dem Maintal flussabwärts folgten. In Eltmann bei Haßfurt übernachteten wir in einem Gasthaus.

Am nächsten Tag ging es weiter bis Schweinfurt, wo wir im Zentrum ein Hotel fanden. Am darauffolgenden Tag setzten wir die Fahrt fort, überquerten bei Wipfeld mit der Fähre den Main und machten kurz vor Volkach an einem Badesee eine längere Pause. Danach radelten wir über Volkach bis Münsterschwarzach, bekannt durch seine Abtei, und übernachteten dort in einer Pension mit schöner Terrasse.

Weiter ging es gemütlich mainabwärts mit vielen Pausen bis Marktbreit, wo wir erneut in einem Hotel übernachteten. Am nächsten Tag erreichten wir Ochsenfurt. Eigentlich wollten wir bis Würzburg weiterfahren, doch wegen einer Tunnelsperrung auf der Bahnstrecke zwischen Würzburg und Lauda entschieden wir uns für eine Alternative: den Gaubahnradweg ins Taubertal.

In Tauberrettersheim übernachteten wir in einer Pension. Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis zum Schloss Weikersheim. Unterwegs kam es immer wieder zu einem lustigen Moment: Passanten schauten meine Tochter neugierig an – manche wollten sogar ein Foto machen. Grund war ihre Frisur: Durch ihre Zöpfe und die feinen Gesichtszüge wirkte sie damals tatsächlich ein wenig wie die Aktivistin Greta Thunberg.

Weiter ging es über Bad Mergentheim bis Lauda, wo wir in den Zug nach Hause stiegen. Eine schöne, ruhige Tour – kaum Steigungen, entspannte Wege, viele sehenswerte Orte und wie so oft bestes Wetter.

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2024 • Mit meinem Enkel durchs obere Donautal

Nach fünf Jahren ohne Fahrradmehrtagestouren – bedingt durch berufliche Veränderungen, Krankheit und die Corona-Pandemie – mussten wir auch einen schweren Verlust verkraften: Unser Islandhund Aki ist im stolzen Alter von 17 Jahren verstorben. Viele unserer früheren Touren haben wir gemeinsam erlebt, und seine treue, fröhliche Art fehlt uns bis heute.

Umso schöner war es, in diesem Jahr endlich wieder aufzubrechen – diesmal gemeinsam mit meinem Enkel. Geplant war eine Tour von Tuttlingen das Donautal hinauf bis Blaubeuren. Falls Zeit und Lust reichen würden, wollten wir anschließend quer über die Schwäbische Alb bis Kirchheim fahren. Alternativ wäre der Rückweg ab Ulm mit dem Zug möglich gewesen.

Mit dem Zug fuhren wir wie geplant nach Tuttlingen. Von dort machten wir zunächst einen Abstecher nach Neuhausen ob Eck zum Freilichtmuseum – ein spannender Ort für uns beide. Anschließend rollten wir hinunter ins Donautal und weiter bis zum Jägerhaus am Bronnen, wo wir übernachteten.

Am nächsten Tag folgten wir dem wunderschönen Donautal bis Beuron und besichtigten dort das Kloster und die Klosterkirche. Während wir in der Kirche waren, kamen die Mönche in Reih und Glied herein – ganz typisch für den klösterlichen Ablauf – und begannen zu singen sowie eine kurze Predigt zu halten. Mein Enkel schaute interessiert zu.

Danach fuhren wir weiter bis Hausen. Dort wollten wir am nächsten Tag eine Pause einlegen und einen Kanadier ausleihen, um ein Stück auf der Donau zu paddeln. Doch am Abend schwoll meine Hand stark an – eine alte, nie ganz ausgeheilte Verletzung hatte sich entzündet.

Am nächsten Morgen war die Hand weiterhin geschwollen, sodass wir schweren Herzens beschlossen, die Tour abzubrechen. Ursprünglich wollten wir von Hausen mit dem Zug nach Hause fahren. Die Fahrräder durften wir freundlicherweise in der Garage des Gasthauses unterstellen – die Besitzerin war sehr hilfsbereit.

Eigentlich wollte ich die Räder später abholen, sobald meine Hand wieder in Ordnung wäre. Doch meine Tochter – die Mutter meines Enkels – entschied kurzerhand, uns mit dem Auto abzuholen. So fuhren wir gemeinsam zurück nach Hause. Mein Enkel war zwar traurig, verstand die Situation aber gut.

Trotz des frühen Abbruchs war es eine schöne kleine Tour: gemeinsame Zeit, Natur, Erlebnisse – und wie so oft bestes Wetter.

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2024 • Obere Donau und Schwäbische Alb – unterwegs mit meinem Enkel

Da wir im vergangenen Jahr die Tour abbrechen mussten und mein Enkel sich so sehr eine Kanadierfahrt auf der Donau wünschte, beschlossen wir, die Reise noch einmal zu wiederholen. Diesmal sollte es eine richtige mehrtägige Tour werden – nur wir beide.

Mit dem Zug fuhren wir nach Tuttlingen und radelten von dort das Donautal hinunter bis Hausen. Dort übernachteten wir wieder im selben Gasthaus, an dem wir im Vorjahr abbrechen mussten – ein schöner Moment des Wiederanknüpfens.

Am nächsten Tag ging es weiter bis Sigmaringen, wo wir eine Ferienwohnung bezogen und insgesamt vier Tage blieben. In dieser Zeit unternahmen wir jeden Tag etwas anderes.

Tag 1 – Wanderung "Felsen-Reich" bei Inzigkofen
Wir wanderten den wildromantischen Felsen-Reich-Weg mit Höhlen, Hängebrücke und Grotten. Tagsüber war es sonnig, doch am Abend überraschte uns ein schweres Gewitter – wir kamen klatschnass, aber lachend, in der Ferienwohnung an.

Tag 2 – Schloss Sigmaringen
Ein verregneter Tag – perfekt für Kultur. Wir besichtigten das Hohenzollernschloss Sigmaringen. Prunkvolle Säle, kunstvolle Möbel, die große Waffensammlung – und viele Geschichten hinter den Mauern. Besonders mein Enkel war fasziniert davon, wie lebendig Geschichte werden kann.

Tag 3 – Die ersehnte Kanadierfahrt
Endlich war es so weit: Wir paddelten im Kanadier von Gutenstein nach Sigmaringen. Durch den Regen am Vortag führte die Donau genug Wasser. Bei bestem Wetter glitten wir über stille Wasserflächen, vorbei an Felswänden und durch sanfte Strömungen. Es war ein ruhiger, intensiver Moment – nur wir zwei, das Wasser und die Natur.

Tag 4 – Heuneburg und Keltenmuseum
Mit dem Zug fuhren wir nach Riedlingen und radelten zurück Richtung Sigmaringen. Unser erster Halt war das Freilichtmuseum Heuneburg, wo rekonstruierte Keltenhäuser einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der damaligen Zeit gaben. Danach besuchten wir das Keltenmuseum Herbertingen, das die Geschichte der Heuneburg mit Funden und Modellen vertieft. Anschließend ging es an der Donau entlang zurück nach Sigmaringen.

Am Abend bereiteten wir alles für die Weiterfahrt vor.

Am nächsten Tag verließen wir das Donautal und fuhren das Laucherttal hinauf, über Gammertingen bis zum Campingplatz bei Erpfingen. Wir machten viele Pausen, und meinem Enkel gefiel die Strecke sehr. Übernachtet haben wir in einem gemütlichen Campingfass – mit Doppelbett und kleiner Sitzecke.

Am folgenden Tag besuchten wir die Nebelhöhle. Der Abstieg in die Tiefe war kühl, still und geheimnisvoll. Die Tropfsteine, Hallen und jahrtausendealten Strukturen wirkten fast märchenhaft – ein kleines Abenteuer unter der Erde.

Danach fuhren wir am Schloss Lichtenstein vorbei. Mein Enkel erzählte, dass er erst wenige Wochen zuvor mit seinem Vater dort gewesen war – daher verzichteten wir auf eine Besichtigung.

Anschließend ging es über die steilste Bahntrasse Deutschlands hinunter: 10 % Gefälle auf zwei Kilometern der ehemaligen Zahnradbahnstrecke – mit Blick auf den Albtrauf und das Schloss Lichtenstein. Ein beeindruckender Abschnitt.

Weiter fuhren wir bis Reutlingen und nahmen dort den Zug nach Hause.

Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Mehrtagestour – voller Erlebnisse, Natur, Geschichte und gemeinsamer Zeit. Zwar hatten wir ein Gewitter, einen Regentag und einen weiteren halben Regentag, aber während der Fahrradtouren und der Kanadierfahrt hatten wir bestes Wetter

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